Aufgabe und Ziel

Aus AKS Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Pfadfinden beim VCP hat eine gemeinsame Grundlage, an der die Gruppenleitungen ihre Gruppenarbeit überprüfen können und sollen. Das ist die Bundesordnung des VCP.[1]

Zwei Abschnitte daraus sollte jede Gruppenleitung kennengelernt haben, die Präambel und Aufgabe und Ziel.

Die Präambel ist als Vorwort des Bundesordnung eine Kurzbeschreibung des Verbandes.

Aufgabe und Ziel geht mehr ins Detail der täglichen Gruppenarbeit. Du findest hier die Grundlagen der Arbeit im VCP beschrieben, es werden wichtige pfadfinderische Methoden angeführt.

Der Text wurde 1968 geschrieben, seine Aussagen sind bis heute gültig.

Wenn du mit deiner Gruppe über die Grundlagen und Ziele sprechen möchtest, kann ich dir den Fred - Comic vom VCP Niedersachsen empfehlen. Du findest ihn einmal Bild für Bild im Netz und als A5 - Faltblatt. [1]


Präambel

Die Präambel der VCP Bundesordnung hat folgenden Text:

Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinden (VCP) ist ein Zusammenschluss von evangelischen Mädchen und Jungen.

Er ist offen für konfessionell anders bzw. nicht gebundene Jugendliche.

Erwachsenen bietet er eigenständige Arbeitsfelder.

Der Verband ist Nachfolger des Bundes Christlicher Pfadfinderinnen, der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands und des Evangelischen Mädchenpfadfinderbundes.

Er ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und im Deutschen Bundesjugendring.

Er ist über die jeweilige nationale Vertretung Mitglied im Weltbund der Pfadfinderinnen und in der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung und erkennt deren Satzungen und Beschlüsse an.


Aufgabe und Ziel

Aufgabe und Ziel ist die Willenserklärung des Verbandes gegenüber den jeweiligen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern.

Aufgabe und Ziel dient:

  • der Herausforderung an Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur ständigen Reflexion der eigenen Bedürfnisse und Interessen sowie der sozialen und politischen Situation,
  • als Anstoß zum gesellschaftlichen Handeln und einer laufenden Überprüfung der Praxis auf den verschiedenen Ebenen des Verbandes.

Das Evangelium von Jesus Christus ist Orientierungshilfe für die (den) einzelne(n) und die Arbeit im Verband. Ständige Auseinandersetzung mit der christlichen Botschaft hilft, die Praxis des Verbandes stets neu zu befragen. Das ermöglicht die Hinwendung zum Nächsten und die Überwindung von ungerechtfertigten Abhängigkeiten, Schuldgefühlen, Gruppenzwang und Angst.

Zu den Merkmalen pfadfinderischer Arbeit gehören die kleine Gruppe, die Führung im Dialog und die Mitverantwortung des Einzelnen. Spiel und Geselligkeit, Fahrt und Lager, altersgemäße Aufarbeitung gesellschaftlicher Probleme in Diskussion und Aktion dienen im besonderen dazu, Liebesfähigkeit und Selbständigkeit, Phantasie, Verantwortung und Urteilsfähigkeit zu entwickeln. In koedukativen Gruppen können Mädchen und Jungen lernen, ihre gesellschaftlich geprägten Rollen zu erkennen und zu verändern. Dazu ist die gleichgewichtige Beteiligung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern an den Leitungsaufgaben im Verband nötig.

Der Verband geht davon aus, dass seine Arbeit notwendig von politischer Bedeutung ist und politische Folgen hat. Im Blick auf die gesellschaftliche Situation sieht der Verband seine Aufgabe darin, durch Förderung von Demokratisierung und Mitbestimmung einen Beitrag zu leisten zur Veränderung der Lebensbedingungen aller mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit. Er will helfen, Kindern und Jugendlichen soziale, ökologische und politische Zusammenhänge bewusstzumachen, und sie dazu anregen und befähigen, ihre Interessen in Solidarität mit anderen zu vertreten.

Der Verband ist bereit, zusammen mit anderen Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland die Herausforderung anzunehmen, die sich heute an Jugendarbeit stellt.

Die Zusammenarbeit mit diesen Verbänden und denen anderer Staaten bietet einen Ansatz zu einer aktiven Friedenserziehung.

Einzelnachweise

  1. [Bundesordnung des VCP, derzeit wegen der Stufenkonzeption in Überarbeitung]

Literatur

Weblinks